In dieser Rubrik versuchen wir Ihnen die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Hifi und Heimkino verständlich zu erläutern.

1080p/i

1080p
Progressive Variante des hochauflösenden (HDTV-) Formats. 1080 steht für die Anzahl der Zeilen, also der vertikalen Bildpunkte. 1080 stellt die max. darstellbare Zeilenanzahl heutiger LCD/Plasmabildschirme dar. Im Vergleich dazu hat ein Röhrenfernseher lediglich 480 vertikale Bildpunkt. Die horizontale Auflösung beträgt 1920 Bildpunkte. Technisch korrekt ist das Format mit 1920x1080 beschrieben. Der Appendix "p" steht für progressive und besagt, dass tatsächlich 1080 Zeilen in einem Vollbild angezeigt werden. d.h. zu jedem Zeitpunkt ist die volle Bildinformation zu sehen.


1080i
Dies ist die Interlaced-Variante von 1080. Der Appendix "i" besagt, dass die Bilder im Zeilensprungverfahren gezeigt werden. Im Zeilensprungverfahren mit dem auch ein TV-Bild im PAL-Standard dargestellt wird, beschreibt der Elektronenstrahl zu einem Zeitpunkt immer nur jede übernächste Bildschirmzeile. Durch die relativ hohe Bildwiederholfrequenz nimmt das Auge dies jedoch als ein Bild wahr. Dieses vom Auge wahrgenommene Vollbild setzt sich jedoch tatsächlich aus zwei Halbbildern zusammen. Somit erscheinen hier 2 Halbbilder, während bei 1080p ein Vollbild zu sehen ist.

24p

24p
24p steht für 24 frames per second, also 24 Bilder in der Sekunde, d.h. pro Sekunde werden 24 unterschiedliche Vollbilder gezeigt. Alle Kinofilme werde in 24fps aufgenommen. Allerdings wird im Kino bei der Abspielung jeder Frame mit einem Abschatter 3-mal gezeigt. Somit ergibt sich rechnerisch eine Bildwiederholrate von 3 x 24 = 72. Bei der Übertragung eines Kinofilms auf Video ist eine Umwandlung erforderlich, da bei PAL die Standardnorm 50i beträgt, d.h. es werden pro Sekunde 2 x 25 Halbbilder im Zeilensprungverfahren angezeigt. Dies entspricht dem klassischen 50hz Fernseher, wie Sie ihn von früher kennen.
Um 24p auf 50i anzupassen, wandelt man 24 Vollbilder in 48 Halbbilder und verlangsamt die Laufzeit um 4%. Deshalb sind die PAL-Versionen von Kinofilmen bei z.B. 100 Minuten um 4 Minuten länger. Im Ergebnis entsprechen weder die Bewegungen, noch der der Ton dem Original.
Bei dem in den USA und anderen Ländern gebräuchlichen NTSC-Standard, wo die Videonorm 60i gilt, also 60hz, wird zu diesem Zweck das 2:3 Pulldown eingesetzt. Auch hier werden 24 Vollbilder in 48 Halbbilder gewandelt, dann wird jedes zweite Bild gedoppelt, um so die Frequenz von 60i zu erreichen.

Mit der Einführung von HDTV und den neuen hochauflösenden Formaten Blu-ray Disc und HD DVD wird nun 24fps auch für das Video- und Fernsehbild eingeführt. Damit sind dann die o.g. Umwandlungsverfahren 24fps/50i oder 24fps/60i nicht mehr erforderlich und die Video-Version eines Kinofilms entspricht exakt dem Original - ohne wandlungsbedingte Artefakte. Ihr neuer Fernseher sollte daher 24p unterstützen wenn Sie in den Genuss von BlueRay oder HD-DVD kommen möchten.


3/2-Pull-Down
Jeder Kinofilm hat weltweit einheitlich 24 Frames per Second: Das NTSC-Format arbeitet mit 30 Halbbildern, also 30 fps, 60hz Das PAL-Bild hat 25 Halbbilder, also 25 fps, 50hz. Entsprechend ist der Prozess des Videotransfers bei beiden Normen unterschiedlich. Bei NTSC werden aus jedem Kinobild abwechselnd zwei oder drei Halbbilder erzeugt. Das Ergebnis wird noch leicht verlangsamt und erzeugt dann die ca. 60 Halbbilder der NTSC-Norm. Bei PAL ist das Verfahren anders: Hier wird der Film um etwa 4% beschleunigt, so dass er mit 25 statt mit 24 Bildern pro Sekunde läuft. Die beschleunigten Bilder werden in je zwei Halbbilder ("2/2-Pulldown"), also 50 pro Sekunde, zerlegt. Die Video-Version wird damit je nach Spielfilmlänge etwa 5 Minuten kürzer als das Original. Die sich damit von der Originalversion ergebenden Unterschiede werden allerdings nur dem geschulten Betrachter auffallen.

A - B

Blu-ray Disc
Gilt als Nachfolger der DVD. Konkurrent von HD-DVD. Zur Abspielung von Blu-ray Medien wird ein blaues Laserlicht (405 nm) verwendet und die Speicherung erfolgt in mehreren Schichten. Pro Schicht können auf einem Blu-ray-Disc-Rohling bis zu 25 GB (Single-Layer) gespeichert werden, bei Double-Layer somit 50 GB. Die Spezifikationen lassen bis zu 100 GB pro Rohling zu. Damit können HDTV-Filme im bisher üblichen MPEG-2 Format in voller Länge auf einer Disc kopiert werden. Diese Speicherkapazität ist selbstverständlich auch ausreichend für Spielfilme in den zukünftigen HDTV- / HD-Standard-Formaten wie MPEG 4.


Bi-Amping
Bei Bi-Amping wird ein Lautsprecher an zwei Verstärker angeschlossen. Dabei ist ein Verstärker für den Hoch- und Mittelton, der andere für den Bass zuständig. Für zwei Lautsprecher sind also zwei Stereo-Verstärker bzw. -Endstufen notwendig. Die Lautsprecher müssen über Bi-Wiring-Anschlüsse verfügen. Diesem Prinzip liegt die Annahme zugrunde, dass die Frequenzweichen im Verstärker besser und präziser arbeiten, als die in den Lautsprechern eingebauten.


Bi-Wiring
Einige Lautsprecherhersteller statten ihre Lautsprecher mit 4 oder mehr Anschlüssen aus. Ein Anschlusspaar verarbeitet dann die Hoch- und Mittelfrequenzen, das zweite die tiefen Bassfrequenzen. In der Normalbetriebsart sind die beiden Bi-Wiringanschlüsse des Lautsprechers mit einer Metallbrücke verbunden. Verfügen Sie über ein Bi-wiring fähiges Kabel, müssen diese Brücken entfernt werden. Ist das Kabel nur single-wired konfektioniert, sollten Sie die Metallbrücken durch bessere Kabelbrücken ersetzten. Wer Bi-Wiring ausreizen möchte kann auch zwei verschiedene Lautsprecherkabel, die auf den jeweiligen Frequenzbereich angepasst sind, verwenden.


Brückenschaltung
Bei der Brückenschaltung werden 2 Stereokanäle zu einem Monokanal gebrückt. Dieser hat dann entsprechend die doppelte Leistung.

C

Class A
Bei Class A Verstärkern führen die Endstufen permanent Strom. Dies hat den Vorteil, dass Verzerrungen viel stärker vermieden werden, bringt jedoch den Nachteil eines höheren Stromverbrauches und starker Hitzeentwicklung mit sich.


Class AB
Klassisches Verstärkerprinzip, dass bei den meisten Verstärkern verwandt wird. Die Class-AB-Schaltung arbeitet im Gegensatz zur Class A Schaltung mit einem niedrigen Ruhestrom. Der Ausgangsstrom erhöht sich mit dem Pegel, den die Musik vorgibt. Diese Schaltung ist deutlich effizienter, da sie wenig Wärmeverluste erzeugt und dennoch das Maß an Verzerrungen durch die Dynamik der Endstufen-Belastung sehr gering hält.


Clipping
Bei Übersteuerung eines Verstärkers über seinen maximal zu verarbeitenden Pegel hinaus können Beschädigungen der Bauteile entstehen. Deshalb wird Clipping eingesetzt. Sie schneidet Spitzenpegel, die der Verstärker nicht mehr verarbeiten könnte im oberen und unteren Frequenzbereich ab.

D

DAB
DAB steht für Digital Audio Broadcasting. Die Audiosignale eines jeden Radioprogramms werden dabei in einen digitalen Datenstrom umgewandelt. Damit ist in voll versorgten Gebieten ein unterbrechungsfreies Hören in CD-Qualität sichergestellt.


DCDi

Abkürzung für Directional Correlation Deinterlacing; DCDi bezeichnet das technische Verfahren von Video-Prozessoren des Herstellers Faroudja, das sich im Wesentlichen durch ein bewegungsadaptives De-Interlacing ohne Bewegungsartefakte oder fransige Randübergänge auszeichnet. Dabei geht DCDi so vor, dass Kantenübergänge in Echtzeit auf durch Interpolation entstandene Lücken hin überprüft werden und diese dann mit passenden Bildpunkten gefüllt werden. So entsteht eine natürlichere Bildwiedergabe. DCDi kommt meist in besseren AV-Receivern zum Einsatz und gewinnt mit den hochauflösenden Formaten HDTV, Blu-ray und HD DVD mehr an Bedeutung.


Dipol
Dipole sind Lautsprecher, die nach vorn und hinten abstrahlen und seitlich an der Wand montiert werden. Sie werden im Heimkino verwendet. Bei Dolby ProLogic wichtig, um den diffusen Charakter des Surroundkanals zu erzeugen. Dieser Effekt ist bei diskreten Surroundkanälen in Dolby Digital oder Dts weniger von Bedeutung. Die THX-Ultra-Norm schreibt die Verwendung von Dipolen zwingend vor.


DLP
Digital Light Prozessing, ein von Texas Instruments als Alternative zur LCD-Projektion entwickeltes Verfahren, bei dem im Panel des Projektors der Lichtdurchfluß durch kleine Spiegel gesteuert wird. Der Kontrast ist höher als bei LCD, allerdings muss i.d.R. mit mehr Bewegungs-Artefakten gerechnet werden. Dies ist bei neuen DLP Projektoren durch die Anpassung des Farbrades nicht mehr der Fall.


Dolby Digital
Digitales Tonkodierungsverfahren von Dolby, auch AC-3 genannt. Dolby Digital verwendet 5 diskrete Kanäle mit vollem Frequenzspektrum und einen 6-ten Kanal (dafür steht .1), den LFE-Kanal (LFE = Low Frequency Effects), also den Subwoofer, dessen Frequenzumfang auf Tonsignale unter 160 Hz begrenzt ist.


Dolby® TrueHD
Im Gegensatz zu Dolby Digital, bei dem die Audiodaten stark komprimiert werden um auf eine DVD zu passen, ist Dolby TrueHD ein verlustfreies komprimiertes Audioformat, das von Dolby Labs speziell für HD-Speichermedien (HD DVD und Blu-ray Disc) entwickelt wurde. Der digitale Datenstrom von Dolby TrueHD entspricht Bit für Bit zu 100% der Abmischung des Tonmeisters beim Mastering des Films. True HD setzt die hohen Speicherkapazitäten und Datenübertragungsraten der HD-Medien Blu-ray Disc und HD DVD voraus. Zur Übertragung ist weiterhin HDMI 1.3 erforderlich. TrueHD bietet Datenübertragungsraten von bis zu 18 Mbit/s und unterstützt bis zu 8 diskrete Kanäle mit Auflösungen von je 24-bit/96kHz.


DTS
Konkurrent von Dolby Digital. DTS bedeutet Digital Theater Systems. Die Daten werden bei DTS weniger stark komprimiert bzw. Datenreduktion wird weniger stark eingesetzt (3,75: 1 im Vergleich zu 13:1 bei Dolby Digital) und die Datenrate beträgt 3,5 Mb/s im Vergleich zu 448 kb/s bei Dolby Digital. Dafür wird allerdings mehr Speicherplatz benötigt. Im Kino wird der Dts-Soundtrack nicht wie bei allen anderen Formaten auf dem Film mitgeliefert, sondern auf einer separaten CD. Ein dedizierter Prozessor sorgt für Synchronlauf von Film und Ton.


DTS-HD Master Audio™
Konkurrent zu Dolby TrueHD. Die Kompression von DTS-HD Master Audio™ arbeitet ebenso verlustfrei wie Dolby TrueHD. Die Datentransferraten sind in guter DTS-Tradition variabel und gehen bis Blu-ray Disc bis 24 Mbit/s und bei HD DVD bis 18 Mbit/s. Damit werden echte, 7.1 Sound-Tracks prodziert, mit einer Auflösung von 24-bit/96kHz.


DVB
DVB steht für Digital Video Broadcasting und ist der neue Übertragungsstandard für Digitales TV nach dem MPEG-2-Standard. DVB regelt nicht nur die Codierung von Bild und Ton, sondern berücksichtigt auch die Übertragungstechniken (Kabel, Satellit, Sendeturm usw.) und die Zugangsberechtigung bei Verschlüsselung (CA, Conditional Access). Die Datenrate ist bei DVB variabel und kann von 1,5 Mbit/s bis 24 Mbit/s betragen. Gänging sind die Bezeichnungen DVB-T für terrestrisches und DVB-S für Satelliten TV, sowie DVB-C für den Empfang über Kabel.

F

FLAC
FLAC steht für free lossless audio codec, bedeutet also so viel wie freier, verlustfreier Audiodekodierer. Der Code ist dabei frei verfügbar. Im Gegensatz zu MP3 und OGG wir bei FLAC die originale Audiodatei nicht komprimiert und ist somit verlustfrei zu speichern. Die Klangqualität ist hier mit dem Ausgangsmedium nahezu identisch. Allerdings lassen sich mit FLAC nicht so hohe Komprimierungen erreichen wie bei MP3 oder OGG. Die ursprüngliche Datenmenge wird dabei aber dennoch auf ca. 60% verkleinert.

M

MP3
Vom Frauenhofer Institut in Erlangen und Thompson Multimedia in Paris entwickeltes Format zur Datenreduzierung. Es werden durch ein Komprimierungsverfahren dabei die kaum hörbaren Bereiche von Musikstücken weggelassen, die Datenrestmenge wird komprimiert und nimmt so nur noch einen Bruchteil, nämlich ca. 10%, des üblichen Speicherplatzes ein.

O

OGG Vorbis
OGG Vorbis stellt die freie Alternative zum MP3 Format da und wurde als Open Source entwickelt. Die Dateien enden auf .ogg. OGG Dateien sollen bei gleicher Datenmenge zudem besser als MP3 klingen. (Da aber auch diese Datenreduziert sind, klingen sie natürlich bei weitem nicht so gut wie das Original!)


Open Source
Open source bzw. quelloffen ist Software, die unter einer von der Open Source Initiative (OSI) anerkannten Lizenz steht, d.h. der Quelltext, also der vom Programmierer geschriebene Code muss auch offen für Bearbeitung und Weiterverbreitung durch andere Programmierer sein.

U

UPnP
UPnP steht für Universal Plug and Play. UPnP dient zur herstellerübergreifenden Ansteuerung von Geräten (Stereoanlagen, Router, Drucker, Haussteuerungen) über ein IP-basierendes Netzwerk. Es basiert auf einer Reihe von standardisierten Netzwerkprotokollen und Datenformaten. UPnP wurde ursprünglich von der Firma Microsoft eingeführt; heute spezifiziert das UPnP-Forum den UPnP-Standard und zertifiziert Geräte, die dem Standard entsprechen.
UPnP Geräte lassen sich somit hervorragend in Multiroomanlagen integrieren, da sie von jedem Raum auf das Gerät zugreifen können und somit ein Abspielgerät an mehreren, verschiedenen Anlagen in den unterschiedlichen Räumen nutzen können.


USB
Universal Serial Bus. Anschluss für Computer. Standard heute USB 2.0.
Ein sehr ausführliches Lexikon der Hifi Begriffe finden Sie auch hier.